permakultur

definitionen

ethik

gestaltungsprinzipien

Der Begründer der Permakultur ist der Australier Bill Mollison, der diese „Erdwissenschaften“

in den 1980er Jahren auch für Laien verständlich formuliert und allen interessierten Menschen auf der ganzen Welt in Form von Büchern

und Kursen zur Verfügung gestellt hat.

Für sein Konzept der Permakultur erhielt Mollison 1981 den Right Livelihood Award, den "alternativen Nobelpreis".

Bill Mollisons Buch über Permakulturgestaltung ist 2010 in deutscher Übersetzung neu erschienen --> zum Buch.

Landwirtschaft nach dem

nach dem Vorbild

stabiler Ökosyteme

Bill Mollison und David Holmgreen entwickelten das Konzept der Permakultur in den 1970er Jahren in Australien. Ihre Idee war, Landwirtschaft nach dem Vorbild natürlicher Ökosysteme zu gestalten. Als Namen dafür setzten sie die Begriffe "permanent" und "agriculture" zusammen zu "permaculture".

Es dauerte nicht lange, bis klar wurde, dass es für eine wirkliche Zukunftsfähigkeit mehr braucht als eine lebenserhaltende Landwirtschaft. 

So erweiterten sie ihre Wirkungsfelder:

Heute ist Permakultur eine Gestaltungspraxis, die auf sehr viele Bereiche menschlichen Wirkens angewandt wird.

Permakultur-Gestalter/Innen tragen dafür Werkzeuge und Methoden aus verschiedensten Bereichen zusammen und bringen mit konkreten Projekten den Wandel unserer Gesellschaft voran.

(Textquelle: permakultur.de)

Permakultur beginnt mit genauer Naturbeobachtung

- dem Verstehen der allgemeinen Naturgesetze

und nutzt diese Erkenntnisse, um damit bestimmte Lebensbereiche zu planen u. zu gestalten

und miteinander zu vernetzen.

- kombiniert mit alt bewährten Wissen, neuen, sinnvollen Techniken und vernünftigen, freudvollen Kooperationen

Vorrangig geht es dabei um den Erhalt unserer LEBENSGRUNDLAGEN 

Wasser, Ernährung, Energie, Schutz (wohnen) und Kooperation/Wissen.

Mit einer lebensfreundlichen Ethik + schlauen Gestaltungsprinzipien läßt sich JEDER Lebensraum ökologisch sinnvoll neu- oder umgestalten.

Von der Wohnung, über den Balkon, das Haus, den Garten, die Landwirtschaft - über Siedlungen, Gemeinden, Städte bis hin zu Regionen, ganzen Ländern und sogar Wüstengebieten.

Permakultur hat immer das GROSSE GANZE im Blick -  die vielen nützlichen BEZIEHUNGEN der einzelnen ELEMENTE  eines Lebensraumes und!! die unterschiedlichsten Bedürfnissen der LEBEWESEN,  die darin leben.

Dadurch enstehen wieder geschlossene Kreisläufe und eine natürliche Balance.

"permakultur ist Landschaft & Leben

zukunftsfähig gestalten"

Die Erde hat ein gewaltiges ökologisches Problem. Die herkömmliche industrialisierte Landwirtschaft ist leider ein Teil dieses Problems. Permakultur kann konkrete Lösungsmöglichkeiten zeigen.

Ein toll umgesetztes Permakultur-Projekt in Frankreich

Die "Bec Hellouin farm" von Perrine and Charles HERVE-GRUYER - gegründet 2006

können wir wieder 

"mit permakultur 

natürliche paradiese schaffen"

Permakultur beschäftigt sich mit energieeffektiver und achtsamer Gestaltung

von Lebensraum und Lebensweise:

 

  • mit nachhaltigem Gärtnern

  • selbstversorgender Hauswirtschaft

  • zukunftsfähiger Landwirtschafts- und Siedlungsplanung

  • mit dem Einsatz robuster Sorten von Kulturpflanzen und genügsamer Rassen von Nutztieren

  • mit zukunftstauglichem Bauen und sanfter Mobilität

  • mit ökosozialer Regionalentwicklung

  • mit Umstellung auf Kreislaufwirtschaft

  • mit dem Wiederaufbau von lokalen Märkten, Tausch-Kooperationen  und regionalen Währungen.

 

Permakultur ist ökologisches, aber auch soziales Lernen in und mit der Natur.

Sie macht uns den Wert der Wildnis für das Überleben des Lebens auf dem Planeten Erde bewußt.

 

permakultur beginnt im garten 

und möchte ihn zu ,

einem ökosystem entwickeln,

das so robust, dauerhaft 

 und produktiv ist

wie ein natürliches ökosystem

Im Prinzip ist es logischer angewandter Menschenverstand basierend auf dem Verständnis von Naturgesetzen -  gepaart mit einer Ethik und sehr schlauen Gestaltungsprinzipien.

Ethik der Permakultur,

die allem  Planen und Handeln zugrunde liegt

sorge für die erde

sorge für die menschen

fair share

Das Ökosystem WALD - unser bester Lehrmeister

 

ethik

"earth care" 

= achtsamer umgang mit der erde

Mit diesem Prinzip betonen wir, dass die Erde als Ganzes mit allem Leben auf ihr wertvoll ist. 

 

Es fordert uns auf, Lebensmöglichkeiten für alle Lebewesen zu erhalten, unabhängig davon,

ob wir Menschen einen Nutzen aus ihrem Dasein ziehen.

Das heißt zum Beispiel, dass wir für lebendigen Boden sorgen, als Grundlage allen Lebens auf der Erde. Es fragt auch danach, wer die Kontrolle über Land hat und fordert, dass die Bewohner*innen eines Ortes sich darum kümmern.

Permakulturelle Ansätze bauen intensiv bewirtschaftete Systeme mit reichem Ertrag auf und nutzen Flächen in Siedlungsräumen für den Nahrungsanbau.

Damit können sich andere Flächen wieder so entwickeln, dass die menschliche Nutzung nicht im Vordergrund steht.

"people care" 

= achtsamer umgang 

mit den menschen

Auch dieses Prinzip hat mehrere Facetten.

Zunächst erkennt es an, dass wir selbst gesund und genährt sein müssen, um zum großen Ganzen beitragen zu können.

Weiterhin fordert es dazu auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Menschen zu Selbständigkeit und Eigenständigkeit heranreifen können. 

Dieses Prinzip stellt die Frage, welche Bedürfnisse wir Menschen haben und welche Wege es gibt, auf eine solidarische und respektvolle Weise für diese Bedürfnisse zu sorgen.

Dabei erkennt es an, dass wir Menschen soziale Wesen sind und neben materiellen auch soziale Grundbedürfnisse haben, die in unserer Gestaltungsarbeit Berücksichtigung finden sollten.

"fair share" 

= selbstbegrenzung 

und faire überschüss-verteilung

(wachstumsrücknahme)

Wenn wir im Kontakt sind mit dem Werden und Vergehen im jahreszeitlichen Rhythmus der Natur, so ermöglicht uns dies einerseits eine Erfahrung von Fülle und andererseits die von Grenzen.

Wir alle haben eine begrenzte Lebensspanne und leben auf einem begrenzten Raum, der Erde. Daran wird deutlich, dass unbegrenztes Wachstum unmöglich ist. Dieses Prinzip fordert uns auf, die Frage zu stellen, was genug ist. Es ermutigt uns, widerständig zu werden gegenüber den uns allen innewohnenden Gewohnheiten und Bequemlichkeiten des globalisierten Konsumismus.

Stattdessen können wir andere Formen des Wirtschaftens gestalten und erproben. Darüberhinaus lädt dieser Leitsatz uns ein, aus der Erfahrung der Fülle heraus, Überschüsse an Mensch und Natur zu verteilen.

oberste priorität hat der 

erhalt unserer aller

lebensgrundlagen !!

"Mittlerweile gibt es intelligente und erprobte Alternativen in allen ! Bereichen des Lebens -  es ist so spannend sie zu entdecken, zu erforschen und umzusetzen-- und vor allem so notwendig !!

ernährung

Humus aufbauen, pflegen, bewahren, vermehren - natürliche, stabile Kreisläufe schaffen,

Artenvielfalt gestalten, erhalten

lebendige Nahrungsmittel, 

lokal produzieren und verteilen, ..........

THEMENFELDER

Boden/Humus, Fruchtbarkeit,...

Garten, Landwirtschaft,

Waldgärten, Agroforste, 

Selbstversorgung, Solawis, Food-Coops, Gemeinschaftsgärten, "essbare" Gemeinden und Städte, Kräutermedizin, Unverpackt-Läden, ...

Humus

Selbstversorgung

..

wasser

Wassser sammeln, aufbewahren, verteilen, sparsam verwenden, reinigen, wiederverwenden,

natürliche, stabile Kreisläufe schaffen, .....

Wiederaufforstung für neue Kreisläufe, ..

Wasser-Retensionsbecken, 

Wasser-Sparen,Pflanzenkläranlagen

Teichlandschaften, Sammelsysteme, ...

energie

Energiebedarf durch regionale Produktion und Konsum reduzieren, alternative Energieproduktion - speichern - verteilen, Reduktion und Unabhängikeit, ....

Wasser- Wind- und Sonnenkraft,

Kochen ohne Strom, Strom aus Turbinenkraft,....

reduzierte, alternative Mobilität,

E-Carsharing, .....

wohnen

natürliche Baustoffe, abfallfrei bauen, gemeinschaftlich genutzter Wohnraum, ....

Lehm- und Holzbau, Tiny Homes, 

Jurten, Geodestic Domes, Mandala-Homes,

Wohngemeinschaftsformen, ...

wissen & kooperation

wertvolles Wissen für alle leicht zugänglich

Gemeinschaften / Kooperatonen bilden für ein gemeinsames Ziel, ...

Open Source,

Gemeinschaften, 

Circle-Way Redekreiskultur, Soziokratie, 

Co-Working, Co-Housing, Food-Coops, .....

 

gestaltungsprinzipien

Diese Leitgedanken, von Bill Mollison und David Holmgren aus der Fülle ihrer lebenslangen

Planungserfahrung heraus formuliert, sind die Grundlage jedes Permakultur- Entwurfs.

Sie leiten sich aus einem grundlegenden Verständnis der Naturgesetze und ihrer Zusammenhänge ab.

Sie sind für jeden Garten, für jedes Permakultursystem, egal wo auf der Welt es entstehen soll, anwendbar:

Effizientes Energiemanagment 1

= bestmögliche Nutzung der Energie im System 

Zonenplanung, Zonierung

So kann z. B. ein gelungenes Planungsbeispiel für  einen durchschnittlichen Hausgarten aussehen.

die ethik & gestaltungsprinzipien 

 übertragen werden

können in ALLE lebensbereiche 

 

kleine Farm" 

Filmtipp: "Unsere große 

Eine großartige Dokumentation über den Aufbau einer Farm, die es schafft  wieder ein stabiles natürliches Ökosystem aufzubauen.  "Meine absolute Lieblingsdoku ! Andrea"

... ab sofort in unserer Vereinsbücherei / DV-Thek zum Ausborgen - für Vereins-Fördermitglieder.

ARCHE 21 -

permakultur regional 

"think global, act regional"

ZVR: 660324073

 created by Andrea Hartl -Verein Arche 21

  • Weiß YouTube Icon
  • White Facebook Icon